Erst Fakten festhalten, dann bewerten
Notieren Sie zunächst konkrete Aufgaben, Projekte und Situationen, bevor Sie nur festhalten, ob das Praktikum 'gut' oder 'schlecht' war. So erkennen Sie später besser, welche Tätigkeiten Ihnen lagen und welche Schwierigkeiten nur mit dem konkreten Betrieb zusammenhingen.
- Wichtigste Aufgaben und Tätigkeiten dokumentiert
- Neue Kenntnisse oder Fähigkeiten festgehalten
- Überraschungen gegenüber der eigenen Erwartung notiert
- Besonders interessante und besonders schwierige Situationen beschrieben
Beruf und Betrieb getrennt beurteilen
Ein unpassender Betrieb bedeutet nicht automatisch, dass der ganze Beruf ungeeignet ist. Umgekehrt kann ein besonders freundliches Team einen Beruf attraktiver wirken lassen, obwohl die eigentlichen Aufgaben wenig passen.
Fragen Sie deshalb getrennt: Haben mir die Tätigkeiten gefallen? Passte die Arbeitsweise zu mir? Und wie stark wurde mein Eindruck durch genau diesen Betrieb geprägt?
Feedback als Hinweis nutzen, nicht als Etikett
Wenn Sie Rückmeldungen von Mitarbeitenden erhalten haben, schreiben Sie diese möglichst konkret auf. Überlegen Sie anschließend, welche Beobachtung dahinterstand und was Sie beim nächsten Mal anders oder genauso machen möchten.
Feedback in Entwicklung übersetzen
Ich muss selbstbewusster werden.
Bei Rückfragen habe ich oft gewartet, bis jemand auf mich zukam. Beim nächsten Praktikum möchte ich offene Punkte früher selbst ansprechen.
Nachweise und Notizen sauber sichern
- Praktikumsbestätigung oder Zeugnis erhalten
- Bericht oder schulische Dokumentation abgeschlossen
- Wichtige Unterlagen digital gespeichert
- Eigene Notizen so abgelegt, dass sie später wiedergefunden werden
Die Erfahrung direkt für den Lebenslauf aufbereiten
Halten Sie Unternehmen, Zeitraum, Bereich und zwei bis vier konkrete Tätigkeiten fest. Warten Sie damit nicht bis zur nächsten Bewerbung - Details gehen mit der Zeit schnell verloren.
Wählen Sie später für jede Bewerbung nur die Punkte aus, die zur Zielstelle passen. Ein Praktikum kann auch dann wertvoll sein, wenn Sie sich gegen den Beruf entscheiden, weil es praktische Erfahrung und reflektierte Berufswahl zeigt.
Nach jeder größeren Erfahrung sollten Sie Ihren Master-Lebenslauf aktualisieren. Für einzelne Bewerbungen können Sie daraus später gezielt kürzen.
Aus der Auswertung einen nächsten Schritt ableiten
Vertiefen Sie Recherche, suchen Sie Ausbildungsmöglichkeiten oder planen Sie ein weiteres Praktikum mit anspruchsvolleren Aufgaben.
Prüfen Sie verwandte Berufe, in denen die interessanten Tätigkeiten stärker vorkommen.
Dokumentieren Sie warum. Auch ein klares Nein ist ein Fortschritt in der Orientierung.
Zum Schluss kurz prüfen
Diese Punkte helfen Ihnen, das Thema in eine konkrete nächste Handlung zu übersetzen.
- Aufgaben und Lernfortschritt konkret dokumentiert
- Beruf und Betrieb getrennt bewertet
- Feedback in konkrete Lernpunkte übersetzt
- Nachweise gesichert
- Lebenslauf aktualisiert
- Nächsten Orientierungsschritt festgelegt
